50 shades of kenia

Ja, 50 Shades of Kenia passt wirklich super. Ich war schon in einigen Ländern, doch noch nie habe ich so viele verschiedene Seiten gesehen.
Kenia wird von vielen Extremen beherrscht: Es gibt so wahnsinnig viele arme Menschen. Es ist echt hart den Urlaub zu genießen, wenn man weiß dass direkt neben dem Hotel Menschen am verhunhern sind. Auf dem Weg zu unserem Hotel sind wir zwei Stunden an den ärmsten Vierteln vorbei gefahren. Die 'Häuser' bestehen nur aus Ästen und Steinen von der Straße, während die 'Apotheke' Wände aus Tüchern besitzt. Kinder kennen nur Beschäftigungen wie das Spielen mit Tausenfüßlern und machen ihren Mittagsschlaf in alten Reifen. Schule kostet dort wahnsinnig viel Geld - weshalb kaum ein Kind jemals viel von Bildung mitbekommt. Andererseits gibt es wenige, sehr luxuriöse Hotels und zwischen den 3 quadratmeter Häusern stehen neue, blitzblanke Bankenhäuser - das sieht in Wirklichkeit so was von absurd aus. Diese extremen direkt neben einander. Kinder fangen mit 5 das arbeiten an und zeigen vorbei fahrenden Touristenbussen den Mittelfinger (kein Wunder, reiche Menschen kommen in arme Länder um Geld zu sparen und verschmutzen dabei alles). Es gibt Felder, die vor Trockenheit und Überstrapazierung aufgeplatzt sind, wo die nächsten Jahre nichts mehr wächst. Die Müllverbrennung befindet sich direkt am Meer - ist ja egal falls dann dort mal ein bisschen Müll 'verloren' geht. Kellner arbeiten für einen 3 Dollar Lohn am Tag, müssen durchgehend freundlich sein, damit sie eventuell noch ein bisschen Trinkgeld bekommen. Das ist alles wahnsinnig traurig und diese Sachen hatte ich während des Urlaubs oft im Hinterkopf. Auch in der Natur gibt es viele Facetten: kilometerlange Sandstrände mit Palmen, Safaritouren durch naturüberlassene Nationalparks, Hohe Berge mit niedrigen Temperaturen, Korallenriffe, und und und ... die Frage ist nur, wie lange noch... für mehrere neue armen Viertel braucht man immer mehr Platz, Müll im Meer verschmutzt das Wasser, wertvolle Korallen werden abgehobelt und verkauft... Wenn man all diese Sachen direkt mitbekommt, ist man unglaublich froh, dass man in einem reichen Land wie Deutschland geboren ist. Hier kostet uns Bildung nicht viel, Umweltschutz spielt auch eine Rolle und der Staat hilft den Ärmeren. Schade, dass das auch heutzutage nicht überall selbstverständlich ist...

5.1.16 17:28

Letzte Einträge: warten, warten und .... warten, MEIN AUSLANDSBLOG, what the hell, TWO WEEKS LEFT, WELCOME BACK, ALL ABOUT LOVE

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


flo / Website (5.1.16 17:50)
ohja.
ich kann dich gut verstehen.
armut kann sehr, sehr betroffen machen.

warum kann gutes nicht einfach gut bleiben?
warum muessen menschen zuweilen dort eingreifen,
wo sie besser die finger von lassen sollten?
eine welt, die zwar fragil ist,
aber gut funktioniert
muss nicht zum vermeintlich besseren veraendert werden.
anpassung an den westlichen standard. pah!
anpassung an das, was dort seit jeher gelebt wurde.
ich glaube nicht, dass die menschen vor 150 jahren ungluecklicher waren. vielleicht sogar im gegenteil.
jetzt haben sie vergleiche.

obschon: ich vermute,
dass sich der chemiehaushalt im menschlichen koerper durch aeussere zustaende nur geringfuegig aendert...


missmarble (6.1.16 12:40)
Am liebsten würde man irgendwie helfen. wirklich schlimm, dass so große Armut immernoch so weite Gebiete beherrscht...

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